(I)

 

der wald, im anfang eine furie und grün
läuft aus, draußen kreischt die linde
vor dem fenster wo man sitzt sich fragt
was es heißt über moos zu gehen
zehn frühe jahre in der tasche aufzuwahren
und nicht hinein zu schauen
was können wir kaufen von all den schönen dingen?
viel können wir kaufen, viel werden wir kaufen
ich verkaufe meinen konservierungsapparat
verkaufe die ganze lose spreu aus dem treppenhaus
ich brauch´s nicht mehr ich öffne das fenster
in den abendstunden geht die amsel verkehrt im spalier
wenn der regen kommt, und dicke tropfen
die körper anderer leute waschen sind wir allein
der regen und ich, schenk nochmal ein amselchen
du hast den wald aufgefädelt, große dankbarkeit gilt dir
eine kette grünes trag ich um den hals
amselchen wir sind allein falten uns die brust
vor diese lindgrüne wand, öffne das fenster
draußen wäscht der regen alle körper, das ist schön
was können wir kaufen von all den schönen dingen
ich verkaufe meinen apparat, alle apparate
den seelenapparat, den honigmilchapparat
den lingusterstrauchapparat, und unten am fluss
der frosch und der gimpel im mundharmonikaduett
verkaufe alle schönen dinge, den ganzen wald
die grüne furie, zehn frühe jahre,
deine kette, das ganze ganze holz

 

 

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Dieser Beitrag wurde unter Maria Natt, TEXTE veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu (I)

  1. Paula Glamann schreibt:

    ganz groß, find ich immernoch. der schnipsel vom zirkel hats an unsere küchenwand geschafft, hoffe autorin ist einverstanden!

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