(für alexander rudolph und tristan marquardt, 11.11.11)

sagen wir eine seebrücke. witterung, die große spröde an den planken.
der dazugehörige vogel. setz dich. sie haben schon angefangen:
horizont überschneiden mit pfählen. flügeln wie papier: schwarz
auf weiß. nenn es frontstellung. aber immer hat einer was vergessen.

geht zurück, schmeisst die wand ein in der bude am strand. wenn
er zurückkommt (mit pommes) sind die sitze belegt von krill. man
könnte sagen: tag. ich weiß nicht wie man hier weiter kommt. prompt
kämen neue fragen. wer spricht da? wohin? was will der krill?

lassen wirs sein. schau her, ein bild drängt sich auf. und das meer steht
wie plastikstühle vor der leeren bühne. hastig verscherbeltes gold
auf jeder dünung. ich hab da so ein gefühl. aber im weitergehen
stehen auf der promenade raben. hundetransporter. etwas das hier

nicht stehen sollte. anlass gibt zum kommentar. zwischen vier und
sechs fehlte mir was. und die hunde sind überarbeitet. vielleicht wäre es
besser man überließe die armen dem amt. nein warte. es schleichen
sich überall fehler ein. wie sind wir hierher gekommen?

ich werde das alles so stehenlassen, eine zahl einritzen. sobald man
sich wegdreht werden die vögel unleserlich. vergilbte zapfen im himmel
über seltsamem holz. man würde sagen: das war ich. das warst du.
aber man könnte nicht sicher sein. die sonne hamstern sie beide.

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5 Antworten zu (für alexander rudolph und tristan marquardt, 11.11.11)

  1. Max Czollek schreibt:

    schöner text! aber „nein warte“ ist doch wohl von ilja himself, oder liege ich da falsch?

  2. Maria Natt schreibt:

    jaja, linus klaut bei ilja. und wo klaust du?

  3. Lea Schneider schreibt:

    gefällt mir sehr! vor allem „wenn er zurück kommt (mit pommes)“, „das meer steht wie plastikstühle vor der leeren bühne“ und „sobald man sich umdreht werden die vögel unleserlich“ sind tolle stellen.
    an anderen fallen mir aber ein paar wortwiederholungen auf, z.b. „STEHEN auf der promenade raben … etwas das hier nicht STEHEN sollte“, ist das gewollt? ich würde das erste „stehen“ durch etwas anderes ersetzen, dann kommt das „ich werde das so stehen lassen“ am ende besser raus. und ich würde vorschlagen, am ende der vierten strophe das „wir“ durch ein „die“ zu ersetzen, also auf die fehler zu beziehen.
    wenn man nach geklauten stellen sucht, kommen mir übrigens noch einige andere sätze verdächtig bekannt vor… aber am wochenende hat mir jemand erklärt, dass es sich bei sowas ja bloß um geschickte verortung in einer tradition handelt, ne? ;)

  4. Max Czollek schreibt:

    also. diese ganzen indirekten anspielung. ich bin konsterniert! … mir gings ja nur um die widmung an Alex und Tristan – also die Frage, warum gerade an ihn. Und dass Tristan und Ilja vielleicht manchmal zusammenwachsen, wenn einem „dieser“ stil vor augen steht.

    Also die Frage: was soll der Titel andeuten?

  5. Linus Westheuser schreibt:

    das war eine hommage zu alex geburtstag.

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