(ohne titel)

in einer spanne, die sieben türen kennt / trennt, die unaufgeräumt-
teit, obschon. meine schwester, spielt klavier, spielt e-piano: sie ist
nicht grazil (sie war mal marzial), als der ruche entwurf einer guten
stube, ureigen. die wähnten heiten, das erste schloss, in dem es, gut,

besprechungen gab, absprachen statt hatten, was statt haben durfte,
wem zu genüge tun, oder ton war, waren wir beim ypsilon, wähnten
die dehnung unsrer eigenbauten, als mich erste mails erreichten: yes,
i was in schwierigkeiten (also aufschub wieder), sorry, i missed this,

deutsche bahn. das kleine wörtchen instantan. und für einen moment
meinte ich, es sei egal, was meine eltern sagten, was die vokalise der
erziehung, egal. ich wähnte mich (ich glaube nicht, zum zweiten mal)
sehr spielerisch, imstande fast, wie das wort rush hour, nur undichter,

ungefährlicher, wie nachbars gartenstand als späte folgen eines abend-
lands, das noch statt haben würde, unweit vielleicht. paradebeispiele
eines gesamtwerks / stückwerks: meine schwester spielte immer wie-
der, sagen wir, sie übte sich, und manches gelang, sagen wir, manchem

belang: vom ort, den man sich bestimmen mag, nach dem stimmbruch,
just in case, blieb jeder dritte teil aus, der vierte auch. man wurde älter
im schnitt, auch ohne hormone, 5-7-6 ab rezept, wie eine nr., die man
immer dann wählte, wenn, außer nicht schlafen gehen, nichts stimmte.

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2 Antworten zu (ohne titel)

  1. kcornils schreibt:

    also, das gefällt mir, doch sehr gut. ist ja allein schon, wegen der kommata, schon so herrlich sperrig. immer gut mit, dem rhythmus zu brechen.
    „in einer spanne, die sieben türen kennt / trennt“ super einstieg.
    „nicht grazil (sie war mal marzial)“ – hmhm. marzial find ich etwas dick aufgetragen, mein gegenentwurf wär allerdings glazial, aber das ist vielleicht auch dick aufgetragen und klingt auch nach ehemals dicker schwester.
    würd mir aber gefallen, wenn weniger anspielungen auf den bereich der linguistik da sind. ypsilon, vokalise, das kleine wörtchen – ist wieder zu selbstbeäugelnd, find ich und reisst sich damit selbst in eine dringende reflexionsebene rein, will heißen: verliert irgendwie seine offenheit, die doch eigentlich das schöne daran ist. oder?
    ziemlich schwach anfangende letzte strophe, ich find das abrupte ende sehr gut und dieses ineinanderverschachtelte von sätzen eine gute sache, das passt zu dir.

    • Tristan Marquardt schreibt:

      hier übrigens lass ich den vorwurf der linguistik bzw. wissenschaft im text nicht gelten: ypsilon und vokalise sind keine primär linguistischen dinge. ypsilon ist zwar ein buchstabe, aber nun gut, damit das wirklich linguistisch (sprachanalytisch) wäre, würde schon noch ein bisschen mehr dazu gehören. und vokalise ist eine gedichtform, das hat gar nix mit linguistik zu tun. zudem: „selbstbeäugelnd“ wär es doch nur dann, wenn hier irgendwie ypsilons oder vokalisen vorkommen, was sie ja nicht tun.

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