vorab zum ausflug

                  der tour im april 2012

wie ich das sehe wird das eigene
wendelhaus mit krach verlassen
das die meisten bei sich tragen
welches hoch hinaus im gegenlauf
die tiefe fördert und auf welchem
wenn es gut läuft ausgeritten wird
von einem weggefährten fortbewegt
der zugangslos und ihren blicken fast
entglitten schien wenn einer reitet
müssen lange keine füße traben
schlürfen darf der fußersatz vom
anspruch eines heimes dessen fein
gesessener in seinem horn verstößt
das abermals aus sich entwunden
stark verwirrt und nicht zurück
verfolgbar ist

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2 Antworten zu vorab zum ausflug

  1. Ilja Winther schreibt:

    ein schöner text, mit so einer gewissen leichtigkeit im rythmus und im sprung oder eher rutschen von bild zu bild.
    ich glaube, ich würde aber noch mal ein paar stutzende eingriffe vornehmen:
    „sehr wohl“ streichen,
    vielleicht ans „karwendelhaus“ anschließend einen relativsatz weniger, tiefe „fördern“ und „in sie münden“ ist von der reihenfolge her aber auch einfach von der verbwahl her irgendwie ungeschickt,
    „weg gefährte“ zusammen setzen,
    „traben“ und „schlürfen“ in verschiedene zeilen setzen,
    bei „der untersatz vom wohlsein einer bleibe und der sicherheit
    des zielgerichteten“ sind ja wohl mindestens zwei genetivverbindungen zu viel, verwirrung kann ja gut sein, aber lieber mit verschiedenen vefahren,
    und das horn wirkt ziemlich skurril-monströs, ich glaube vor allem durch das „im sinne eines horns“ und ich hab auch ehrlich gesagt keine ahnung, was das heißt „im sinne…verstößt“

    so viel erst mal von mir. ansonsten finde ich die idee, zwischen karwendelhaus und horn eine menge verwirrung zu stiften sehr schön.

  2. Alexander Makowka schreibt:

    Vielen Dank für die Kritik, Ilja, ich habe mir, denke ich, einiges davon zu Herzen genommen. Außerdem schön, wie dir der Text gefallen konnte, ohne dass der eigentliche Bezug klar zu werden schien. Ob das so bleibt, könnte sich zeigen.
    Denn wie die eingeschobene Widmung nun belegt, ist dieser Text im Voraus von der gerade zurückliegenden Tour inspiriert, genauer vom schönen Flyer, der sie begleitet hat (ist nach wie vor in der Rubrik „News“ einzusehen). Ich hatte Lust, die bestehende Illustration erneut zu illustrieren und habe mich inzwischen aus Klarheitsgründen für eine Verkürzung des Schlagworts „wendelhaus“ entschieden. Die vormals stehende Vorsilbe „kar-“ war eher intuitiv dem „Karfunkelstein“ entlehnt, welcher mir als phantastisches Etwas im Inneren von mythischen Riesenechsen (Drachen) als passender Begriff vorschwebte, im Gegensatz zu der scheinbar gängigeren Lexikonauffassung „veralteter Ausdruck für rote Edelsteine“. Dass es tatsächlich ein „Karwendelhaus“ in der gleichnamigen Alpengebirgsgruppe gibt, hat die Klarheitslage ebenfalls nicht verbessert.
    Dennoch mag ich das Wort.
    Und danke allen Beteiligten herzlichst für die gerade zurückliegende Tour!

    Hier die vormalige Version des Textes:

    wie ich das sehe wird das eigene
    karwendelhaus sehr wohl verlassen
    das die meisten bei sich tragen
    welches hoch hinaus im gegenlauf
    die tiefe fördert in sie mündet und
    auf welchem wenn es gut läuft
    ausgeritten wird von einem weg
    gefährten fortbewegt der obdachlos
    und ihren blicken sonst entglitten
    schien wenn einer reitet müssen
    lange keine füße traben schlürfen
    darf der untersatz vom wohlsein
    einer bleibe und der sicherheit
    des zielgerichteten der obenauf
    im sinne eines horns verstößt
    das abermals aus sich entwunden
    stark verwirrt und nicht zurück
    verfolgbar ist

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