[ein fußgänger im kleiderschrank]

ausgelaubt und stadtgeplagt
von beiden heißt es hätten sie
denn nie dergleichen angehabt
ein fußgänger im kleiderschrank
das blinzeln dieser hofeinfahrt
birgt mehr als nur vom lidholz schatten
hinterstirn des wohnpalastes bietet
eine dunkelkammer an entwicklung leidend

im unerwartet offenarmigen
zusammenleben mit organischeren
säulen als dass deren kapitelle
nicht die farbgebundenheit des immergrünen
überwinden könnten kommt mir armeflechten
im antiken sinn zum korb der kanephore
besser noch zu schultern vor vom stamm
in reihe einen teil der garderobe

darin zuvorgekommen hände anzulegen
werden mir atlanten jeden himmelsendes sein
in deren tradition moderne hantelstemmer
angefragt ob sie ihr preisgewicht für eintauschbar
erachten würden packt entgegen aller
kunst das zögern und sie fürchten um
ihr gleichgewicht dem vorzugshalber
zum dekor ein lorbeerkranz genüge

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alexander Makowka veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s