[privatleben korrektur lesen]

privatleben korrektur lesen irgendetwas hat sich eingeschlichen
schokolade statt salat eine fehlerhafte interpunktion mit croutons
dass der tag nachts anfängt gelegenheit spielt chasing the dragon
außerdem diese intimität von vier wänden die abziehen die sich
entsättigen die an puderzucker erinnern rechtschreibung einer
farblosen sprache die küchenkacheln mit ihrer unentzifferbaren
zeichensetzung irgendetwas ist weggeschlichen vielleicht nach
der entblätterung der poster vielleicht beim eisessen vielleicht
mit dem nächtlichen augenschlag und neuerdings ein semikolon

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Eine Antwort zu [privatleben korrektur lesen]

  1. Max Czollek schreibt:

    jo chris, mir gefallen viele Ideen in diesem Text! „die küchenkacheln mit ihrer unentzifferbaren zeichensetzung“, der augenschlag als semikolon..

    ein paar dinge, wo ich denke, das könnte noch besser: statt „interpunktion mit croutons“ eher „interpunktion der croutons“; „die an puderzucker erinnernDE rechtschreibung“ (schöner, spannender!), und das bild mit dem augenschlag scheint mir noch zu faserig, das würde ich konzentrierter machen, zusammenziehen.

    und dann gibt es noch ein paar dinge, die mir nicht so gelungen scheinen: am Anfang brauchst du schokolade, salat und dann croutons (später das eis). das ist zu viel essen, zumal schokolade nix mit dem rest zu tun hat, oder übersehe ich da etwas?! dann die ganze tag/nacht geschichte, die ich nicht übertreiben würde. du hast „tag nachts anfängt“, eine art platitude (ich würde im schreiben insgesamt versuchen diese deutlichen oppositionen wie warm/kalt, sommer/winter, tag/nacht zu vermeiden bzw, nur eins von beiden in einem text auftauchen zu lassen; das wirkt sonst auf mich immer irgendwie profan, oberflächlich assoziiert und daher wenig durchdacht). Dann der Titel „privatleben korrektur lesen“ – naja – auch das auftauchen der „farblosen“ sprache. kein so spannendes adjektiv. eigentlich gar keins, weil was ist schon „farblos“? und der titel – ist mir zu offensichtlich. würd ich noch mal überlegen. letztes: das entblättern der poster fällt für mich irgendwie aus dem bildlichen rahmen.

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