this is just to say

halt die zukunft für uns reserviert.
schnuppertickets, pflaumenschmiere, montag,
dienstag, wirst schon verstehn. ich hol dich ab.

und danach sehen wir uns nicht, drei lange wochen.
fertigpizza, wichsen vorher, die meisten rochen
bloß wie du. doch davon, darling, schweige ich.
du hast dir extra die beine rasiert. dazwischen zeit,
ein neues gesetz gegen waffenbesitz. ich will dich ja lieben.

deswegen auch die klarsichtfolie. muffins am morgen,
frisches obst. glaubst du im ernst, ich mach das für mich?
jeder winter schält mein befinden, ich schaffe mich ab.

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Eine Antwort zu this is just to say

  1. Lea Schneider schreibt:

    oooh. also, beim ersten lesen war ich restlos begeistert und hätte dem text seine ganzen ready-mades ohne weiteres als authentische wahrheiten abgekauft (was wahrscheinlich vor allem für hohes identifikationspotenzial meinerseits mit den bildern/der situation steht ;)). dann aber habe ich mir den text noch ein zweites und drittes mal angesehen und fing an zu stolpern, über so stellen wie „ich will dich ja lieben“ oder „glaubst du im ernst, ich mach das für mich?“. vielleicht liegt es daran, dass ich grade gestern nochmal eine aufzeichnung von kill you darlings gesehen habe, aber diese art der offensiven, pseudo-verzweifelten (weil eigentlich ja in ihrer verletzlichkeit total souveränen) benennung der eigenen gefühle erinnert mich doch stark an pollesch-theater (was an und für sich cool ist, weil das großartiges theater ist, aber:) im nachhinein bin ich mir dann nicht ganz sicher, was dieser text von mir will. der macht seine sache doch ganz offenbar zu gut und reflektiert, um nur diesen relativ unspezifischen mangel an etwas (liebe? sinn? das gefühl von „echtheit“?) oder diese schwammige hintergrundangst ausdrücken zu wollen, oder? anders gesagt: der text nimmt mich wunderbar mit; die szene, die da evoziert wird, kenne ich, mit der sympathisiere ich auch, finde sie sogar ästhetisch, und sie wird absolut getroffen. so gesehen funktioniert der text. aber er tut das eben so gut, dass ich das gefühl nicht loswerde, dahinter hockt das lyrische ich und lacht sich zynisch kaputt darüber, dass ihm das alles tatsächlich abgenommen wird, weil es so gekonnt an der grenze zwischen dem realen bedürfnis, seine not auszudrücken und damit zu sublimieren, und dem völlig over the top-sein herumspielt. jetzt grade bin ich mir auch gar nicht mehr sicher, ob das überhaupt ein kritkpunkt oder nicht eher eine beobachtung ist ;) aber irgendwie mag ich diese leichte überheblichkeit des lyrischen ichs nicht, die sich hinter vordergründiger naivität versteckt; diese beständige androhnung von ironie, die aber nie ganz durchschlägt. da ist die machtposition zwischen mir als leser_in und der im text sprechenden instanz schon ziemlich unausgeglichen.

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