[Der Anfang eines Körperromans]

Der Anfang eines Körperromans: Blitzschuhe, die nicht zugehörig sind. Als am Ende des geschlauchten Zimmers Licht durch eine Tür fiel, verwandelte sich der Rest der Dunkelheit in ein mildes Addendum, die Bewölkung, die einer Tasse zustößt, die meilenweit entfernt in einer kaum auszuhaltenden Frische steht. Das ist ein und dasselbe. Wir halten beide Arme nach oben und senken sie gleichzeitig ab, hielten wir zwei sehr schwere Kugeln in den Händen. Dies ist der Anfang der modernen Erzählung, deren mildes Addendum der Name ist, der Person, die die Kugel zu halten passierte. Mein Unwillen ist keine Gefühlsregung, sondern eine Verworrenheit des Materials, ein so kleiner (oder großer) Faden, dass die Auflösung des Knotens keine praktische Frage mehr zu sein scheint, sondern eine andere Ebene des Möglichen. Ebenso ist es, ein Kind zu sein. Die Blitzschuhe stellen den Keller auf, d.h. eine Achse des Möglichen verirrt sich in ein schon reales Gebäude, die Person erwacht unter Einfluss von Sonnenstrahlen und verirrt sich, der Rest der Dunkelheit wird stückweise in die Tasse gekippt, bis wir die Geschichte aushalten, und so weiter. Dann tritt ein Weißer auf, er ruft He! Wer ist da? sagen wir die Strecke von einem etwas zu aufgerissenen Auge wird hier gestoppt, die Sehnen und so, das Gehäuse der Tränen, das alles wird von uns jetzt unmerklich verwandelt in eine Trabrennbahn, über die sich in diesem Moment das alles entscheidende Tier bewegt, Hufe fliegen, der Stern tritt beiseite, verheddert sich, man rutscht herbei, um zu helfen, kurz: man ist bereit sich hier aufzuheben, zu halten, bis der Brustkorb zu schwer wird und die glanzvollen Einheiten des Sichtfelds in Provinzen zerfallen. Wer aber trug den blitzenden Schuh? fragt der Weiße, ein sehr kommerzieller Genosse. Ich aber blitzte ihn mit der Zunge an und warf alles bereit geschaffte vor seinen Augen in den Müll. Als ginge man in einen Raum, um sofort auf den Stein zu schlagen, ein Wippen verblasst, es bleibt aber sichtbar, dass hier jemand abgesprungen ist. Dies ist der Anfang einer Geschichte meiner Freude, die eigentlich eine Türklinke in deinem Inneren ist, die ich wie eine Waffe halte. Wir sträuben uns also weiter in die eigene Handschrift, ins Werfen der Arme oder Heben, die Kugel ist vielleicht das Eisenerz der westlichen Hemisphäre, selbst dann würde man einem Typen den Hut aufsetzen und ihm einen Namen geben, damit er herumläuft und allen erzählt Ja Ja, ich habe gesehen und gehört, ab hier war das dann, oder so und so, außerdem war ich mir meiner eigenen Fehlbarkeit in schrecklichen Momenten durchaus bewusst. Das entzündet sich im besten Fall, oder man legt es halt ab, ditscht es in die Ecke, zieht so ein Rauschen über die kleinen Kügelchen am Hals, die sich im Sommer vor den Gedichten bilden. Die Wiederholung ist noch einmal dieses Pferd, ein mildes Addendum einer Insel, über die der Harn und die Haare gehen, das außerdem schönerweise seine eigene Regierung wählt, herauf treten an dieser Stelle die Vertreter. Das Material verknüllte sich nun, tüllt mich ins Herzeleid, kugelnd wie Error an tippender Spitze. Sie sehen Verstehen ist kein Problem, das Kinder haben, zumindest nicht, seit sie nachts noch als Nachtigall schuften. Und dann? Und dann? Und dann?

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Eine Antwort zu [Der Anfang eines Körperromans]

  1. Robert schreibt:

    Nun ja, will auch einmal einen Kommentar verfassen / antworten, falls es möglich ist, dass es Antworten gibt & sie sich verfassen lassen : bin auf dieses Fragment gestoßen, in der Regel eher scheu, mit meinen dazugehörigen Senfen, womit wir mittendrin wären. ›Der Anfang‹, wozu ein bestimmter Artikel?, als gebe es nur den einen, was fehlt, stünde ›Anfang eines‹ dort? Wären nicht sofort größere Geheimnisse geschaffen? „Anfang eines Körperromans“, ja, selbstverständlich, lese körperlich mit, wie sonst; bin also froh über die physische Auffassung des Verfassers.

    Habe weiter meine Probleme mit ›zugehörig sind‹, mag generell keine Seinskonstruktionen, geben sich so final, wovon ich nicht überzeugt bin, rein philosophisch, oder wie man das ausspricht. Warum nicht : ›die sich nicht zugehörig zeigen‹?, oder nervt die Alliteration?, besser : ›die sich nicht zugehörig wähnen‹ / ›wünschen‹? Mir erscheint ›sind‹ etwas verbfantasielos, was am ›zugehörig‹ liegen könnte, da es sich schwer fügen lässt / fügt? ›Blitzschuhe, nicht zugehörig.‹, genügt nicht?

    ›Anfang eines Körperromans: Blitzschuhe, nicht zugehörig.‹

    Im Folgenden habe ich meine Probleme, der Wahrnehmung zu folgen. Sätze, die mit ›Als‹ beginnen, schließen immer mit einem gleichzeitig zu dem, womit eröffnet wurde, Eintretenden – wobei ich das Wörtchen ›immer‹ ungern verwende (man sollte sich nie sicher sein …).
    Kann durch eine Tür Licht fallen & Dunkelheit verdrängen (verwandeln), ist es nicht zunächst ein Spalt / dann folgt ein Öffnen? Fiel gar durch eine geschlossene Tür das Licht? Wie ist es möglich, dass ›als‹ ein Licht durch die Tür fällt, tatsächlich zeitgleich, obwohl man es so empfinden mag, Ende des Satzes.

    Größere Probleme bereitet ›der Rest der Dunkelheit‹ – woher diese Stelzung?, handelt es sich um ALLE Dunkelheit, um DIE Dunkelheit, oder lediglich die Dunkelheit im geschlauchten Zimmer? (Am Rande bemerkt : es handelt sich nicht um ein ›schlauchförmiges‹ Zimmer, sondern um eines, das derart zugerichtet wurde : ein geschlauchtes.)

    ›Am Ende des geschlauchten Zimmers, fiel Licht durch eine Tür, verwandelte Dunkelheitsreste in ein mildes Addendum, …‹, wobei auch des Klanges wegen über den Plural „… verwandelte Dunkelheitsreste in milde Addenda“ nachgedacht werden dürfte?

    Im folgenden Satzteil wechselt der Tempus vom Präteritum zum Präsens. Das Präsens beschreibt Ist-Zustände, womit mein Ohr die Interpretation nicht los wird, das nun folgende, sei eine Deutung des Präteritums. „Er ging in die Stadt, der Ast bewegt sich langsam.“ – als sei der Ast eine „Meta-Beschreibung“ (autsch!) des Ers (in diesem Fall). ›Als das Licht durch die Tür fiel [ist wie], die Bewölkung, die einer Tasse zustößt.‹

    Neben einer ohnehin schon schweren Nebeneinanderstellung durch das zeitliche „Als“, kommt ein Präsenskommentar auf das Präteritum hinzu, der durch ein Semikolon – zur genaueren Trennung beider Wahrnehmungen –, vermieden werden könnte.

    ›Als am Ende des geschlauchten Zimmers Licht durch eine Tür fiel, verwandelten sich Dunkelheitsreste in ein mildes Addendum; die Bewölkung [Bevölkerung?], die einer Tasse zustößt, die meilenweit entfernt [von was? Vom geschlauchten Zimmer? Was wird in Beziehung gesetzt; wenn es egal ist, warum steht es da?] …‹
    ›… in einer kaum auszuhaltenden Frische steht.‹ – Handelt es sich noch um eine Frische, wenn sie ›kaum auszuhalten‹ ist? Angenommen, es ist keine metaphorische Frische gemeint / ein frischer Wind im Leben (einer Biographie) & manchmal ist es kaum auszuhalten, ja! Frische kennt viele Bedeutungen, Duden sagt : ›körperliche & geistige Regsamkeit / Leistungsfähigkeit / Rüstsamkeit‹, ›Gefühl d Sauberkeit‹, ›Lebhaftigkeit, Leuchtkraft [!]‹, schließlich ›erfrischende Kühle‹, uvm. — kurzum : wie ist jemand geartet, der dieses als ›kaum auszuhalten‹ empfindet? Es gibt also eine ›auszuhaltende Frische‹? Oder ist es für die Tasse kaum auszuhalten? Ab wie viel Miunsgraden schmilzt Keramik? Ja, das Wort ›Kälte‹ ist zu vermeiden. Doch was ist gemeint / gesagt?
    Bis hierhin, mehr ist nicht möglich, für heute. Noch ergänzt, da es manchmal verwechselt wird : es handelt sich hierbei nicht um Kritik, sondern Fragen, was nicht heißt, dass es Antworten gibt & auch nicht, dass sie gestellt wurden? Wollte mal diesen Blog mit beleben & schauen was passiert.

    R.

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