die frau an der station

die frau an der station lässt die blumen fallen
ich bleibe für immer allein
der brustkorb dreht frei, spudelnde bläschen
wasserstoffe in ungleicher temperatur
trägt sie die einkäufe nach hause
dekoriert den milchschaum mit pulver
schablonen meiner lunge
die ihre fensterflügel öffnen

mineralwasserluft
eine schüchterne pfütze
tropft auf die dielen
sie hat eine saubere wohnung
ich bin teil ihres milchschaumes
ihres einkaufszettels an vormittagen
wo mein haufen frischer wäsche
auf ihrem boden verdampft

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter TEXTE veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu die frau an der station

  1. Ilja Winther schreibt:

    toller text! er kommt mir irgendwie so schlüssig vor, auch wenn das eigentlich keine bewertungskategorie ist. die letzte zeile der ersten strophe scheint mir nur einen bisschen ungelenk. warum nicht z.b.: „schablonen meiner lunge/ öffnen ihre fensterflügel“. in der ersten strophe sammeln sich außerdem einige bestimmte artikel. ich würde sowohl „der“ vor brustkorb als auch „die“ vor einkäufe und „den“ vor milchschaum streichen.

  2. Tristan Marquardt schreibt:

    haha, genau das hab ich beim letzten treffen auch gesagt!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s