die schreibmaschine ist ein schöner hund in passform

an der schwarzen donau wächst
im rücken die see, spannen häuser

die grauen weinberge, die ersten
siebenundsechzigtausend sind verprasst

auch wenn der regen etwas übriglässt,
liegen die gärten auf sohlen

keiner kann was gegen die verhaftung,
schüttelt sich der kopf mit halden

ein bote gönnt sich einen eigenen schrei,
fahrradgleich zum sprung beflügelt

in passform ist die schreibmaschine
ein schöner hund, der wächst mit haaren

als hätte er in neunundreißig büchern gelesen
über der verteilung der suppe, in kneipen

morgens sechzehn stunden warten auf die nächste reklame
hängt der ringfinger ohne takt

redeten die toten immerzu, wie ich hörten
sie mailinglisten stets zu fuß.

Advertisements

Über Johann Wiede

Lesen heißt auch immer Nicht-Schreiben.
Dieser Beitrag wurde unter TEXTE abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s