o.T.

Vor Rauch verfärbte Dachschenkel
lässt die Lungen an zu pumpen
das Ritzenmaul füllt sich ganz Stau

radgleich fiepen die Gelenke
hängen frontale Textstellen
beschädigt an leisen Fäden

wir sagen du bleibst verschwunden
bis du nach zwanzig schreiblosen Tagen
zwischen Streichholzwänden abgefärbte

Daumen gegen die Geräte tauscht
in einer Sprache dich zu stellen
stirbt nicht die Wut das Ausland

bei Lesern hysterisch versteckt
hören wir x-mal die Aufnahme
spekulieren über zahnrougen Kopien

ein Skript ganz im Vertrauen
liegen Tapes die Wunden
auf schroff platzende Pfützen

Advertisements

Über Johann Wiede

Nicht-Schreiben heißt Lesen.
Dieser Beitrag wurde unter TEXTE abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu o.T.

  1. Stephane schreibt:

    sehr gutes gedicht. chapeau.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s