(kann man die norm zu überschreiten überschreiten?)

konkretes gebot. das fetisch-werden der zeichen, soll heißen: eine
zeitlang gleichklang, dann: fertig. was bleibt da übrig, als das zu über-
schreiten: weiter zu reden: wieder zu holen: in üblicher gleich-
gültigkeit? vielleicht zu schweigen: vielleicht zu verschweigen:

vielleicht zu verbleiben. wie wenn drei zeichen erweichen: bitte
lass uns verwaisen. doch wohin mit solchem gleichsinn? (und
nicht anderem?) dahin. verwiesen: DAHIN. dazu aus wiktionary,
dem freien wörterbuch
: dahin gehen. ohne angabe ein ziels: ver-

gehen. oder: dahin schmelzen. und tatsache: http://www.schmelz-dahin.de
zeigt, wie sie ihre patienten zielsicher erreichen und diese an die
praxis binden. gemacht, getan. das gleiche wird übrigens unter
http://www.schmelz-nicht-dahin.de
versprochen. nur wenige treffer tiefer.

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4 Antworten zu (kann man die norm zu überschreiten überschreiten?)

  1. unmittelbarst schreibt:

    Lieber Alex, ich weiß, das bringt dir als Kommentar vermutlich nicht viel, aber: Dieses Gedicht schließt quasi nahtlos an ein Gespräch an, das ich vor ein paar Tagen hatte – nur dass es ein bisschen weiterkommt, oder jedenfalls glaube ich das, soweit wie ich bisher mit meinem Verständnis gekommen bin. Allerdings ist dies wirklich im besten Sinne ein Gedicht für vielmaliges Lesen, sodass ich dir hoffentlich demnächst einen richtigen Kommentar schreiben kann. Für jetzt wollte ich bloß sagen: Es wirkt :)

  2. rubenmcloop schreibt:

    das gedicht gefällt mir gut! klanglich gefallen mir die ersten 2 Strophen besonders gut (vom „ei“ zum „ie“) am Ende glaube ich dann eine eggersche Negation auszumachen ;) und die frage nach der praxis und der bindung… da sitz ich auch gerade dran, dank eines tollen gespräches mit Alex am paul-linke-ufer und einem mit corinne ein paar tage später: gegen interpretation: das gedicht wirkt und es entzieht sich einer klaren inhaltlichen positionierung (formal und ästhetisch ist es sehr konzentriert). das gefällt mir!

  3. rubenmcloop schreibt:

    ach so, und die website ist ja selbst schon fast ein gedicht (und ist inhaltlich schon manifeste verwirrung; eine gute Vorlage!)

    „Gedankenlos. Ideenlos. Zahnlos.

    Statistisch belegt: 85 Prozent der deutschen Zahnärzte verstehen unter Prophylaxe allein PZR (Professionelle Zahnreinigung) – und bohren sich damit ins eigene Fleisch.“

    Eine Anmerkung noch: der Titel des Gedichtes ist m.E. nicht seine größte Stärke.

  4. tristanmarquardt schreibt:

    Ach so, ja, das sollte ich noch erklären: Das ist nicht der Titel. Mich überkam einfach die Lust, die Blog-Lektüre des Gedichts damit einsteigen zu lassen.

    Ansonsten: Diese (beiden!) Homepages sind wirklich großartig! Das Zitat schreit ja fast nach einer Fortsetzung. Danke dir. :)

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