die gelben kühe

die gelben kühe am rand des schulhofs
brennen und sind vergessen
die türen und fenster sind offen
die sonne hat böse absichten
sie raubt die luft
die zigarettenstummel riechen nach reiswaffeln
oder blaubeeren aus gas
drumherum war damals ein zaun
damit nichts passiert
und der wald war vermessen
der könig hatte die schwarzen tiere
geschlagen die ihn schwarz machen wollten
nichts ist passiert

und die blumen spreizen ihre blätter
in eine dicke stille es ist nichts
übrig geblieben nichts
passiert falsch vermessene orte
die freundlichen schwarzen wälder der toten
der sonnengelbe rauch vom mund des vaters
in den fünfstöckigen hinterhof
da springst du nur einmal
der schock über die bewegungen der eigenen hand
die brennenden kühe ohne augen
ganz alleine auf dem schulhof

und er hätte doch laufen können
das hätte eine schöne wolke gegeben
eine reine weiße welt
aber es ist nichts übrig geblieben
der zaun ist gestrichen die blaubeeren liegen
in hallen mit dämpfen vom dach
und du und ich mein bruder wir gehen immer noch
zugrunde am kleinen einmaleins
zwischen uns und der tür
die offen zurückstarrt

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Eine Antwort zu die gelben kühe

  1. linuswestheuser schreibt:

    Hier übrigens das Lied von Manu Chao: http://www.youtube.com/watch?v=Y6XlUa_P5zY

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