Landstreicherlyrik VIII

Der Sommer zieht Linien,
wahlweise
über Felder oder Autobahnen
während ich meine Kreise ziehe,
oder wahlweise
alle Register
just take over this bridge na los
500 km hinter dem Daumen
und noch kein Stück dümmer
ist das nichts?
als wenn dies die letzte Ausfahrt wäre
vor der Dämmerung
mit den Rauchschwaden
von Industriegebieten und
Filterkippen
die machen den Weg auch nicht schneller,
über den Daumen gepeilt
zieht der Sommer bloß Linien
wahlweise
zwischen den Meilensteinen
auf denen ich Kreise zieh

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2 Antworten zu Landstreicherlyrik VIII

  1. linuswestheuser schreibt:

    das hier wäre auf jeden fall mein favorit von den neueren. und zwar weil dir wieder einmal gelingt, die bei genauerem hinsehen sehr dichte struktur des gedichts (z.b. wahlweise/zwischen den meilensteinen/auf denen ich kreise zieh) erscheinen zu lassen, als wäre sie nur zufällig gelandet in der natürlichsten art und weise sich auszudrücken. das hebt beides im besten sinne auf, die struktur ist kein selbstzweck und der ausdruck kriegt diese charmante weite von großen skizzen oder einer landschaft vorm autofenster.

  2. unmittelbarst schreibt:

    Aaach, das mag ich WIRKLICH gern.

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