verifikation in d-dur. der schwan, makulatur des unter-
gangs, fand unterschlupf im aufgesang. quasi botnang
als botengang: hier wird höheres vermittelt. was schrieb
im geiste der musik. berechtigung durch nächtliche

umnächtigung. dann ward der diskurs zum diskus: je-
der sprechzusammhang zum großen wurf: ich singe im
geiste der dinge. ich enthebe ihr sein. betätigung: maul-
wurf. ziel: mit klauen auf zum marxschen unterbau. denn

im grunde ist alles kultur. inkl. reim-struktur. so auch
botnang als botengang. paris als parasit und paradies
(ron winkler). sowie das rück-erlangen von klang im hin-

blick auf den abgesang. was schließlich hieß: man könne
von glück reden, dass man von glück reden könne. ent-
hebe. von und mit gespitzter mine. kadenz. da capo al fine.

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7 Antworten zu

  1. Tristan Marquardt schreibt:

    Noch eine kleine Anekdote zur Textentstehung. Im Traum begegnete ich mir selbst, trat ernsten Blickes auf mich zu und sagte: „Ein kleiner Biographismus sei erlaubt: Ich kaufe alles, was ich nicht verstehe. Vor allem Musik.“ Das trieb mich so sehr um, dass dieser Text entstand.

  2. rubenmcloop schreibt:

    die geschichte ist super! der text formal zumindest ansatzweise ein sonett. das finde ich spannend, weil es sich ja sonst der klassischen form entzieht.
    Einige Dinge erschließen sich inhaltlich nicht (assoziativ schon!): was haben Marx, Ron Winkler und der sterbende Schwan gemeinsam? dann der diskus (eher griechenland) und paris (eher brumaire, also Marx). Klar, es geht um Kultur, aber muss dass dann gleich der „Unterbau“ der Gesellschaft sein (übrigends eine schöne Verdrehung von „Überbau“).
    Also ich will sagen: mir gefällt der Text. Ich mag die arbeit mit musikalischen Themen (back to the roots: Dichtung als Gesang!). Allerdings scheint mir das ganze gerade ein bisschen zu sehr mosaik, als dass es sich noch in ein sonett sperren ließe. oder auch in ein relativ kurzes gedicht.

    was denkst du?

  3. rd schreibt:

    erster vers top. dann fängt die ng-endungsorgie an, die sehr schnell an reiz verliert. manches sprachspiel wirkt nur als eines: sprachspiel, was in anbetracht vieler vielversprechender stellen etwas schade ist. das gedicht versumpft im spaß an der wortähnlichkeit.

    • Tristan Marquardt schreibt:

      Danke dir Richard für den Kommentar. Darf ich a) fragen, wo genau dich das Sprachspiel stört, und b) wie du auf unseren Blog aufmerksam geworden bist?

      • rd schreibt:

        hey.

        2.) ein freund, jan, vielleicht kennst du ihn, las vor kurzem als verlierer in berlin, hat euch empfohlen. und ich bin nicht enttäuscht darüber. das, was fd13 vielleicht einst war.
        1.1) wie erwähnt, die vielen ng-endungen. nicht mein sound. es ist das klangliche pendant zum über ne stufe stolpern
        1.2) ich weiß, dass da eines auf das nächste aufbaut. aber nach und nach wird alles fallen- und liegengelassen. was passiert mit dem diskus, wenn er als trigger für den wurf, auf welcher der maulwurf folgt, dann der unterbau, geendet hat? es bleibt ohne konsequenz, da durch den wurf desselben kein das gedicht überspannender bogen entsteht.
        wenn der diskurs zum diskus wird, warm sehen wir den flug nicht? warum dient das vornehmlich zum wechsel zur nächsten assoziation?
        und ich mein, das mir dem unterbau plus im grunde, das ist fesch, aber solches verpufft für nen irrelevanten reim. eindreim in der versmitte. das kann man annehmen, abnicken, aber das führt doch zu nichts.

        der text hat für mich das potenzial zu einem tollen gedicht. der erse vers lässt das ahnen.

        – – –
        hoffe, wir kommen hier ins gespräch.

    • Tristan Marquardt schreibt:

      Sehr schön; es ist gut zu wissen, dass sich die Interessierten gegenseitig finden. Zumal ich auch Jan bisher erst lyrisch, nicht persönlich kenne. Was war fd13?

      Um das Gespräch auch inhaltlich fortzusetzen –
      zunächst eine Vorbemerkung: Auch ich weiß nicht, ob ich mit dem Text schon glücklich bin (wie die jüngsten Änderungen zeigen). Ich hatte gegen Sommer eine Phase, in der für mich fast alles passte (um das nicht im Leeren stehen zu lassen, sei dieser Text genannt: https://gdreizehn.wordpress.com/2010/09/09/jetzt-die-sache-mit-dem-einstieg/ ), und seitdem wechseln sich Hadern und Experimentieren mit neuen, etwas radikaleren Formen ab – das Übliche. In diesem Kontext steht das Gedicht.
      Mich würde nun interessieren, wieso es für dich nach dem „im grunde“ aufhört. Ohne mich damit selbst erklären zu wollen, denn diese Erklärung gibt es wirklich nicht, würde ich doch meinen, dass das ironische Zitat des Dichters als Sänger, eines Dichtens als Enthebens von Wahrheit, im Text runtergebrochen wird auf die bloße Behauptung von Klanglichkeit. Im Reim, in der Assonanz. Und eben deren Beliebigkeit. Oder würdest du das anders sehen? Bzw. wäre dir das zu simpel?

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