» dass die entstammung des walds

» dass die entstammung des walds die grammatik verletzt, ist leidlich
bekannt. ja, es liegt in der wunde. am salz. aufs entblättern. in diesem
sinne: auch das im stich belassne, fast. das obwohl der konstruktion
/ sich das gefüge gefügig gemacht. » denn meine herren, wo genau

liegen denn unsere wurzeln? sind wir urvölker post scriptum? oder
wie ging das dictum? das diktat war im westlichen wesentlich: es
wurde en detail gefällt. kein papierkram, nur papier. ein meter im
quadrat für 12 euro: nicht die bohne, abgesteckt. sowie verortung

von monokultur auf off-bühnen, hauptsächlich, schmerzgedächtnis.
bis, ja, bis. » also, spitzt, eure zunge. dann scheisst auf münder, enthebt
den brunnen! auf keinen fall. doch! macht gesund! erzieht euer viech
zum blindenhund, egal, irgendwas, engagiert das tier. auch das licht

im bundeskanzleramt verfügt jetzt über neue birnen. verdammt. das
geknipste und schnipsel. das geknickte schnitzel. wuchs manches aller-
hand. und in diesem land lebe ich? westlich der oder, seitlich der mosel?
von wegen dusel. frage, verantwortung: mops oder pudel. her damit.

schnitt. » besinnung auf wesentlich. wer lebt auf der anderen seite
des besenstils? was wär, wenn ich – persönlich – 1982 – den einen
schritt gegangen wär? vom breisgau zum kraichgau: die landschaft, sie
erwiese sich. sie spanne den bogen. lande langsam. finde zum punkt.

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4 Antworten zu » dass die entstammung des walds

  1. iljawinther schreibt:

    „das geknipste und schnipsel. das geknickte schnitzel.“ ist wundervoll, ein grund mehr, sich in tristan zu verlieben. ansonsten beherrscht du immer besser das spiel mit der entwicklung innerhalb des gedichts. sowohl von einstieg und ende kann man sich eine scheibe abschneiden. raus fällt die strophe nummer drei. die macht mir sehr viel spaß, aber ich krieg die trotzdem nicht eingeordnet. mit dem nein/doch- dialog-ding ließe sich noch einiges machen, an dieser stelle wirkt es aber eher wie ein ausrutscher. joa.

  2. rubenmcloop schreibt:

    lieber tristan,
    um dir nicht nur chattend recht zu geben hier ein beitrag (der letzte, bevor ich meinen laptop zuklappe und zu rike fahre). Es ist der zweite heute und damit schon das doppelte eines gegenwärtigen monats.
    also: ich kenne das gedicht ja schon, weil du es mir zugeschickt hast. wenn ich mich nicht täusche, ist es bis auf einige außnahmen identisch. beim ersten mal lesen hat es mir sehr gut gefallen – ich wollte dich gleich fragen, ob ich es meiner momentanen hausarbeit befügen kann, entweder am anfang oder als anhang?
    beim zweiten lesen auf diesem blog fand ich das gedicht wieder gut. wie so oft fallen ja dann andere dinge ins auge. auch diesmal vorwiegend positive – der klang ist ganz vorne mit dabei, auch der humor. an einigen wenigen stellen (und es sind wesentlich weniger also in früheren werken) ist es mir zu sehr auf den sound geschrieben: „das diktat war im westlichen wesentlich“ [2. strophe] (nach den schlagworten kosntruktion und wurzeln und so m.E. eine unnötige Verortung der kritik: ES GEHT UM UHUNS!!! verstehste?!). schön ist das dann wieder bei „erzieh dein viech zum blindenhund“ [3. strophe], weil es den hund der deutschen (als solchen) aufruft, ohne ihn mir unter die nase zu reiben.
    Zweiter Punkt: „wo ge – nau liegen“ [1. zur 2. Strophe]. da dachte ich, der zeilenumbruch wäre besonders in diesem kontext schon eher auf gen-au zu legen, oder. damit wäre einerseits das GEN, andererseits auch die AU als (deutsche) landschaft aufgegriffen. das aber nur so eine idee ;)
    iljas kritik an der 3. strophe stimme ich vor allem insofern zu, dass sie rhythmisch und formal einen bruch darstellt, den der rest des gedichtes nicht aufgreift. zum einen sind da die vielen doppelpunkte, die dann wiederum einen schnelleren rhythmus generieren. allerdings frage ich mich, ob die 3. als mittelstrophe das nicht quasi kompensiert. weil lesen, das sagt ilja ja auch schon, lässt es sich wunderbar.

    so weit meine kritikpunkte :)

  3. Tristan Marquardt schreibt:

    Vielenvielen Dank euch für die Replik, ich bin ohne immer etwas im Zweifel, ob und wie und überhaupt. Die dritte Strophe werd ich mir noch einmal etwas genauer anschauen, vor allem, was das „auf keinen fall. doch!“ angeht. Das „im westlichen wesentlich“ ginge, dachte ich, durch, weil es die herkömmliche ausdrucksweise umkehrt; das werde ich, glaube ich, erst mal so lassen. Und wegen deiner Arbeit, Max, geb ich natürlich grünes Licht: spread the word! :)

  4. Tristan Marquardt schreibt:

    auch hier nach monaten noch mal eine überarbeitung, wenn auch nur in kleineren punkten.

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