tagelang (nächtelos)

tagelang (nächtelos) wolltest du mir erklären,
dass du existierst, tagelang (nächtelos)
schlief ich in deinen erklärungen und
schlug schließlich vor, wenigstens 100g resignation
abzuwiegen, ein halbes butterpäckchen oder
etwas weniger wäre das gewesen,
und im kühlschrank war platz dafür aber
du wolltest mir zeigen, dass du existierst,
ein bisschen wenigstens: und das lag außerhalb
meiner wohnküche, hinter den waldgrenzen,
zu denen ich nur aus höflichkeit mitkam,
an denen ich betreten stand während
du mir beweisen wolltest, dass du existierst, ausgerechnet
unter lärchen, diesen vogelbäumen im norden eurasiens
und seltener auch amerikas sagte ich aber
wie immer ging es dir ums prinzip und
nicht um die geographie, und darum froren wir
unter lärchen, tagelang (nächtelos).

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7 Antworten zu tagelang (nächtelos)

  1. Tristan Marquardt schreibt:

    Finde den Schluss so zwar besser, aber immer noch etwas holprig. Inhaltlich ergibt es sich für mich nicht, weshalb das „(nächtelos)“ ausbleibt. Und die „weshalb …“ Wendung finde ich ungelenk – noch ein „und“ würde, glaube ich, lockerer und flüssiger wirken.

  2. unmittelbarst schreibt:

    Vom „weshalb“ waren alle so begeistert letztes Mal… aber ach, ich glaube ich streiche das Ende jetzt doch komplett, es holpert einfach zu sehr.

  3. Tristan Marquardt schreibt:

    irgendwie finde ich diese Variante auch nur mäßig besser – vielleicht liegts aber auch daran, dass ich einen klaren Favoriten hab:

    […]
    wie immer ging es dir ums Prinzip und
    nicht um die Geographie und wir froren
    unter Lärchen, tagelang (nächtelos.

    weil das a) die inhaltliche Wertung offen lässt und sich b) in den regelmäßigen Duktus des ganzen Gedichtes fügt.

  4. unmittelbarst schreibt:

    Also, abgesehen von allem anderen finde ich es zauberschön, dass ich bis 17 Uhr schlafen kann und dann nach dem Aufstehen als erstes feststelle, dass ich nicht die erste bin, die sich zuallererst mal mit Lyrik beschäftigt :)
    a) finde ich sehr überzeugend, aber b) leuchtet mir nicht so ganz ein. Wirkt es nicht ein bisschen, als würde der Text plötzlich vor eine Wand laufen, also ganz unvermittelt aufhören? Deswegen hatte ich ja zuerst auch noch ein längeres Ende mit mehr Wiederholungen, weil ich es gerne fließend ausklingen lassen wollte.

  5. Tristan Marquardt schreibt:

    Ich finde nicht, und zwar wegen der Wiederholung von „tagelang (nächtelos)“, was dem Ganzen so eine Einbettung gibt, einen aber trotzdem so aus dem Text entlässt, dass was offen bleibt, zu (er)klären – was wiederum sehr gut zum Inhalt passt.

  6. Tristan Marquardt schreibt:

    …:)

  7. grünblättermädchen schreibt:

    oh, das ist gut!

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