tippkick der innenhöfe

tippkick der innehöfe: fast die zeit
für einweggrills und kinder draußen
das spiel mit markierungen am rand,
im kopf, verlängert für den moment
eines ersten fensteröffnens im märz:
versuch von frischluft, perspektive &

tippkick im innenhof: nur angestippt
die köpfe im spiel aus dem fenster
rieselt was in den nachmittag: i guess
i’m already there, der halbzeitstand
kullert über die spielfeldgrenzen &
endet unter ferner liefen im flur

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5 Antworten zu tippkick der innenhöfe

  1. Paula Glamann schreibt:

    für mich ein echt schöner märzmorgen-text (auch wenn da nachmittag steht)! besonders die zweite strophe finde ich stark, weil sie eine leichtigkeit bekommt durch worte wie „angestippt“ „rieselt“ und „kullert“, die sehr gut zum inhalt und dem „fast“-sommer passen: es liegt schon leben in der luft, dass den sommer ahnen lässt; die vorahnung von einer gewissen ausgelassenheit, die aber noch im kopf hängt. das geht für mich wie gesagt gut auf, weil ich die erste strophe als schwerfälliger und kopflastiger empfinde, vor allem den letzten vers.

  2. Tristan Marquardt schreibt:

    super text. hier hast du dir echt zu herz genommen, kein wort zu viel zu schreiben, jedes element bewusst zu setzen und deswegen find ich den text vor allem handwerklich top. und wer weiß, vielleicht schleicht sich ja hie und da ab und zu doch so langsam ein g13-sound ein, zumindest – aber das nur als persönliche randbemerkung – habe ich das gefühl, dass du hier handwerkliche und v.a. auch bildliche glanzmomente aus den letzten max-/rike-/rebecca-/etc.-texten aufgesogen hast und das, was bei deinen letzten texten vielleicht nicht ganz so gut war, damit beiseite geschoben.

  3. Max Czollek schreibt:

    ich schließe mich älex einschätzung an! ein wirklich gutes gedicht mit weniger melancholie als die letzten. das finde ich toll, weil der sound dadruch fresh wirkt!

    respect!

  4. Friederike Scheffler schreibt:

    ich mag den text auch!

    nur kleine details die mir auffielen beim lesen:
    -die letzte zeile, v.a. die redewendung „unter ferner liefen“ passt inhaltlich sehr gut, fällt aber vom ton und rhythmus für mich ein wenig raus.

    -die wiederholung von „kopf“ und „köpfe“

    – es stört mich nicht, ist nur eine offene frage: warum die variation vom fast gleichen einstieg?

    auf jeden fall: ein schöner text.

  5. Lea Schneider schreibt:

    Danke euch! Ich habe tatsächlich mal wieder viel (nicht nur G13-)Lyrik gelesen in letzter Zeit, vielleicht schlägt sich das ja hier nieder. Die Wiederholung von „Kopf“ und „Köpfe“ war geplant, genauso, wie Fenster, Spiel, Tippkick und Innenhof auch in beiden Strophen mit leicht verändertem Kontext vorkommen. Das hat die gleiche Motivation der fast gleiche Einstieg zu Strophenbeginn, Paula hat es ziemlich toll geschrieben in ihrem Kommentar: So eine leichte Verschiebung, ein halb-hier-halb-da-sein, die Vorahnung einer Bewegung aber auch noch ein Festhängen im Gleichen (des Winters, des Denkens, …).

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