lobhudel.schuppen.garn.

abschaum waschgang. lang oder muld?
ich war selbst dabei: sie hülsten stück-
weis’ aus, zerrten die scheitelhaut, schopf
einer blutgruppe, der ich selbst angehörte.

dann wurde – ich kann’s bezeugen – schar-
wenzelt als gäb’s keine binnenkonjunktur
ohne duschvorhänge. ich hielt dagegen:
„wer von ihnen ist je in einem strickkreis

gewesen und hat den weibern wirklich auf
die finger geschaut?“ ich glaube: haube zur
selbsthaube. steht wie plüsch zu sprengsatz.
abwasch. und dass es rüscht, ist zu begrüßen.

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6 Antworten zu lobhudel.schuppen.garn.

  1. Lea Schneider schreibt:

    wenn das mal nicht der lässigste lyrikkommentar zu allen denkbaren gender-diskussionen ist, dann weiß ich auch nicht :))

  2. Ilja Winther schreibt:

    es geht um:
    a.) körperlichkeit
    b.) waschzwang im großstadtkontext
    c.) küche als locus amoenus der 70er jahre
    d.) den weberaufstand (den vierten)
    e.) die wirtschaftskrise in den usa. lösungsmittel aus perspektive der haushaltsindustrie.
    f.) bekenntnis zu blutgruppe als identitätsstiftendes moment
    g.) die inszenierung des scheitels als antwort auf den diskurs um eine politische mitte
    h.) stofflichkeit. eine hierarchie?
    i.) scharwenzeln als mittel zur subjekt-konstitution
    j.) hauben vs. rüschen. möglichkeiten des nicht-strickens.

  3. Linus Westheuser schreibt:

    ich habe das gerade in die „ich schreibe wie…“-maschine von der faz eingegeben (http://www.faz.net/f30/aktuell/WriteLike.aspx). die analyse lautet: friedrich nietzsche.
    dem ist nichts hinzuzufuegen. du bist so ein vogel, ilja, i like it.

  4. Tristan Marquardt schreibt:

    man kann der faz nur dankbar sein. hab mal die jeweils letzten blog-texte der g13-crew durch die maschine gejagt, die wirklich zu erhellenden ergebnissen gekommen ist:

    Ilja: Friedrich Nietzsche

    Max: Albert Ostermaier

    Tristan: Sigmund Freud

    Alex: Ingeborg Bachmann

    Linus: Melinda Nadj Abonji

    Rebecca: Friedrich Nietzsche

    Lea: Friederike Mayröcker

    Paula: Melinda Nadj Abonji

    Helene: Peter Handke

    Nele: Ingeborg Bachmann

    Mary: Melinda Nadj Abonji

    Yin: Hermann Hesse

    Can: Rainer Maria Rilke

    Rike: Albert Ostermaier

  5. Lea Schneider schreibt:

    mayröcker! geil. aber haha, armer max und arme rike :(
    am besten getroffen ist ja wohl mal eindeutig can.

  6. rebeccaciesielski schreibt:

    mein neuester text („freisetzung“) ergab goethe. dem ist nichts hinzuzufügen. außer, dass mir nietzsche lieber war. und dass ich die analysekriterien, sofern welche existieren, echt gerne kennen würde. mit den verwendeten wörtern kanns nicht zusammenhängen (wobei werther, club und überdosis?!). vielleicht sollte ich ab jetzt mehr in jamben und trochäen schreiben…

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