larben.sunk.bewölk.

wir kraulten zwanglos den herbst, sahne und
kaffee standen strikt getrennt, trubel in schub-
weiser zufuhr hinter dem tischtuch. ein lachen
brach sich die schulter, deinen strumpf trugst

du normal. du sprachst ganz offen von einer
werft in der zeit, wetteransagen blieben mir
kitschy, bis du spurlos flüstertest, mehr kohlen-
säure als davor, bestellte ich noch mehrere

äcker innerlich, man weiß ja nie. ich sah auf
die späten armbanduhren, richtete den nach-
mittag zurecht. wir zogen uns langsam durch
die stadt, nicht ohne ziel, rundeten umwege,

hielten endlich vor einem meer aus mietspiegeln,
der marktplatz eine schlucht, üppig das blech
überall. und kein durst. klotzige bohrloch-atmo,
wo wenig hinzuzufügen. sorgen kamen gemütlich.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Ilja Winther, TEXTE abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu larben.sunk.bewölk.

  1. Tabea Xenia Magyar schreibt:

    Hast du die Idee mit der Verkreuzung der Verständlichkeit von „Narrativ“/Dialog aufgegeben? Jedenfalls erkenne ich davon nichts mehr. Eher das Gegenteil, das „narrativ“ wird nicht abgefahrener, sondern klarer.

    Die zweite Strophe finde ich jetzt sehr un-…. un-… naja, irgendwie un halt. Unstimmig vielleicht. es ist die einzige strophe, die vom narrativ her nicht aufgeht. dadurch, dass das Lich zuerst was sagt, während (?) das Ldu offenbar auch etwas sagt, oder gesagt hatte, und dann das Du aber noch was anderes sagt (in direkter Rede). Unrund die Sache. Wenn beabsichtigt, dann etwas im Widerspruch zum Rest vom Text. Und ich trauere um die Unze. War das zu witzig?

    Dritte Strophe sehr schön, ob Freiburg allerdings schon das gelbe vom Ei ist, wage ich zu bezweifeln. Es ist auf jedenfall banal, das wolltest du ja, aber vielleicht fändest du trotzdem noch was Schöneres…

    Vorletzte auch schön.
    Letzte fast.
    Denn: das enttäuschte uns nur ein bisschen enttäuscht mich ein bisschen. Einerseits sehr lasch, die Attitüde. Sehr lasch. Andrerseits Widerspruch zu der Erwartung, die der Text aufmacht mit als plötzlich/dann war es soweit usw. Wahrscheinlich beabsichtigt. Aber gut?

    (PS: Nach oberflächlicher Lektüre)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s