angenommen aber (3)

steife blitze, kinkerlitzchen, beim gewitter kriegt mans wimmern,
angenommen, die füße glitschen, gehen verwinkelt,
das wasser ist stumpf. fiebrig fasst man die nadeln ums zelt an,
testet die heringe: noch immer verrostet, noch immer im boden
und grimmig gewillt, bis zum schluss dort zu bleiben. rückblick
in blitzen, nirgends mehr himmel. kichrig hisst der donner sein läuten,
ritzt schlitze in wolken, schickt zornig seinen klarsten gruß.

man erwischt sich beim ducken. hockt im schlafsack,
vor der nase das kissen, dann wieder himmel,
knackt zahn um zahn den reißverschluss. die kleidung
klebt einem am busen, oder heißt das: der brust,
man will seine ruh, faradayschen käfig,
eine burg zum regen, tageslicht.

die erste stunde ein bisschen noch zittern, sich zureden,
schwimmen im dickicht der algen. die spitzen trinken, blinzeln,
dieses ganze nass in sich dringend finden, die fische milchig.
wie ist das mit der mimikry? viel fehlt nicht, man beginnt sich
zu zwingen, auch im innern zu klingen, wie die irre gewordenen tiere
am mittag, sich zu winden als aal, kryptisch, elliptisch, umgeben
vom sirren, marienkäfern und mücken, und man ist stimmig mit sich,
mit sich sehr innig, denkt, während man trocknet: nie war die neigung
des erdballs so herrlich, niemals die zinkweißen nächte so weiß.

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