(kunststoff) als zündschnur

die gänsehaut sickert tiefer
transformation zu einem nagelbrett
bis unters nagelbett abgebissen vom zahn-
der wasserschaden als ehrlichstes stigma
an geliehenem tapetenweiß eine dämmerung
die aus jedem zimmer ragt vom vortag noch
zehn finger mal x gegen die schwärze
(und alles was frei wird
beim zerfall) geplatzter fliegen auf fensterglas
reliquien letzter sommer so tot
und andauernd spielen die kinder im hof
bauen älterwerden aus sand
und bunten schaufeln (kunststoff)
als zündschnur für einen ersten wirklichen herbst

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Rebecca C., TEXTE abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu (kunststoff) als zündschnur

  1. Tristan Marquardt schreibt:

    Der reiht sich gut ein in die Texte, die ich von dir so sehr mag. Schade, dass ich bei der Diskussion nicht dabei sein konnte. Noch ein Detail: Der Bindestrich nach dem dritten Vers sollte ein Gedankenstrich sein, oder? Sieht jetzt so aus, als ob das Wort „zahnder“ heißen würde.

  2. Lea Schneider schreibt:

    Vielleicht solltest du an der Stelle doch nochmal über eine Überarbeitung nachdenken, ich finde das immer noch mehr verwirrend als sinnstiftend (auch wenn deine Erklärung mit Zahn der Zeit natürlich absolut Sinn macht – aber eben erst, wenn mans weiß). Ansonsten mag ich den Text nach wie vor sehr!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s