(ohne titel)

Ich wollte dir erzählen dass winter wird
in einem moment der abwesenheit verließ ich die tür
dich den tassen die überlaufen ausdünnung risse
vielleicht war es nie anders oder gewesen
mitunter haut sprachst du von vorjahren landfluchten schlaf
als ginge frost laternenpfähle hinauf stürben schwäne im eis
ihre porösen mäntel an brückenpfeilern aufgeschoben
unsere gänsehäute am nachmittag
spannten um häuser denen die haare bereits fehlten

Dieser Beitrag wurde unter Maria Natt, TEXTE abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Responses to (ohne titel)

  1. Tristan Marquardt sagt:

    richtig schön

  2. Ilja Winther sagt:

    was ist aus der relativsatz-idee geworden?

  3. Maria Natt sagt:

    die hab ich ausprobiert und mich noch nicht entschieden. vielleicht bin ich schon zu festgefahren mit dem gedicht, denke aber weiter darüber nach.

  4. daniela seel sagt:

    hast du mal probiert, das „bereits“ am ende wegzulassen? dann wäre das bild noch direkter. und ich glaube, mir hat die version ohne punkte besser gefallen. die knallen so harte schnitte rein, wo der tonfall mir eigentlich eher sanft vorkommt.

  5. Maria Natt sagt:

    ja ich fühle mich ohne satzzeichen auch wohler. das war wohl mehr ein experiment, weil ich mir oft unsicher bin ob so ein ruhiger text auch ohne zeichen im rhythmus funktioniert. und ja, ich habe nicht wenig darüber nachgedacht, das „bereits“ am ende auch noch zu streichen, und entschlossen, dass sich das einfach nicht anhört

  6. Tabea Xenia Magyar sagt:

    also ich finds auch toll, (die porösen mäntel, mein gott!) aber störe mich ebenfalls etwas an der letzten zeile mit dem „bereits fehlten“. das ist zu umständlich, zu viel getue. da würd ich was anderes machen. eine alternative zu danielas vorschlag wäre vielleicht auch, das bereits wegzulassen aber dafür einen direkten artikel einzusetzen (sprich: denen die haare fehlten)?

Hinterlasse eine Antwort zu Ilja Winther Antwort abbrechen