Tabea bei POP! SHOW! FUCK! UP!

zeichnungen006 Kopie

1+1 Lecture Performance
18.04.15 | 19.30 | Studio 11
Badstrasse 41a, Wedding
U8 Pankstrasse


Diesen Samstagabend um 19.30 gibt es die schöne Gelegenheit, Tabeas Lecture Performance 1+1 mitzuerleben. Die Performance basiert auf ihrer täglichen Schreib- und Zeichenpraxis und wird im Rahmen des Festivals POP! SHOW! FUCK! UP! gezeigt, das von den Studierenden des BA Tanz, Kontext, Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz Berlin organisiert wird. Plätze sind begrenzt, früh ankommen wird empfohlen!

Mehr Infos findet ihr hier.

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LESUNG & LECTURE PERFORMANCE: Tabea und Rike in der SOMA GALERIE KREUZBERG

‘IT IS WHAT YOU LOVE’ – POEMS AND PERFORMANCES
Dienstag, d. 14.4., 20 Uhr (morgen!)
S0MA Gallery, Liegnitzer Str. 34, 10999 Berlin

10982588_936320879745056_5134863121427719354_oFrühlingslese in feinster Gesellschaft:

Sonja vom Brocke, Mathias Traxler, Charlotte Warsen,
Tabea Xenia Magyar und Rike Scheffler lesen und performen

im Rahmen der einwöchigen HYSTERIA FESTSPIELE
zur Feier der Fotoausstellung von Agata Cardoso:

“Come and experience a range of performances, talks and discussions interpreting feminisms and hysteria in all of their unstable, undisciplined and resistant forms.”

Kommt! Wir freuen uns auf euch! Der Eintritt ist frei!
Das ganze Programm gibt es hier  http://somagallery.de/Upcoming-2.html

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du siehst, wenn du sie öffnest, fenster
die weg sind, wenn du sie schließt

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PERFORMANCE: Tabea im Dock11

2. April 2015
20.30 Uhr
Dock11, Kastanienallee 79
Rost Beschnitten Kopie Morgen Abend, am 2. April ist Tabea zusammen mit Anna Nowicka im Dock11 zu sehen. Gezeigt wird eine Neubearbeitung des Stückes “rost”, das vor drei Jahren als Kollaboration einer Tänzerin und einer Lyrikerin entstanden ist.
Wir freuen uns auf das Experiment und auf euch!
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nachts guckst du in die luft, zählst die mängel
im weltall, eine liegende sieben

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[die beiden]

die beiden sind mir aufgefallen
überraschend steigen sie zusammen ein
bemüht auf meinem sitz zu bleiben
hab ich sie entzweit gesehen
das gefühl sagt ja
doch die erinnerung nicht wo
sie sehen abwechselnd herüber
mit gedanken was bei mir ankommt
aha da sitzt noch einer
und dann nehmen wir die reihe

sie reden aufgeregt
die anderen erschlagen schweigen
ein gepäckstück möglich ist gefallen
es ist unglaublich dass man mit leuten spricht
die anders als man selber sind
ich finde auch beobachte
die beiden stellen sich einander vor
ich bin nico
– und ich nikki

im fast leeren bus
der rest hört mit
nur wenig interesse im gepäcknetz
nimmt den knien platz weg
das gibt streit auf kleiner fläche
während einer busfahrt ist ein wenig interesse
so viel nützlicher als ein paar schlafend knie
– tu nicht so als würd es dich berühren
und die beiden merken nichts
ich frage mich wie sich die anderen beschäftigen
– mit sich es spricht ja niemand außer uns

sie sind äußerlich verschieden
legen ungleich viel wert auf erscheinung
blick von ihm und blick von ihr
zeigt ihnen ungleich wieviel
ansehen sie kriegen
er erzählt vor allem sie hört zu
wir kommen einmal alle siebzehn jahr zusammen
und das können viele nicht verstehen
wie man immer wieder abschied nimmt
beim nächsten mal wem andres zu begegnen

kein bejahen kommt zurück
ich sitze da und muss mich ärgern
dass es mit der ruhe aus ist
eine ader anspruch zieht durch meine stirn
die wenig widerstand in falten wirft

immerhin ich kann hinübersehen
sie ihm zugewandt
den rücken angespannt
ein fragezeichen das in jeder lücke
die er unvermittelt ließe stehen könnte
beide ignorieren meine blicke
ich will keinesfalls hinüberhören
doch es lässt sich nicht vermeiden
stell dir vor in siebzehn jahren
könnten wir hier wieder sitzen
wer wir dann inzwischen sind
– wir haben uns vorhin erst vorgestellt
ich weiß nicht wer du bist
vielleicht wirst du in siebzehn jahren
ganz der alte sein
ich weiß es trotzdem nicht

ich versetze mich nach hinten
in die letzte reihe mittig
um der ruhe willen
jetzt muss ich nach vorne blicken
wie auch sie sich umsetzt
die von mir geräumte bank bezieht
ich will mich wissen lassen
warum jetzt
wir haben uns nicht vorgestellt
in siebzehn jahren ohne wort
bleibt nichts für uns erinnerbar

ist es so als hätten wir uns
nie gesehen strahlt sie aus
im lichte ihrer lampe wartet
bis sie abruft wer von diesem stern

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[eigentlich ist dies ein brief an chodzinski]

0112

eigentlich ist dies
ein brief an chodzinski.

und dennoch befürchte ich mich
eines anderen verstandes zu bedienen.

ich liege unter einem laken
und jemand sagt dinge.

ich möchte die maschine des meisters
von innen zerstören.

langsam lasse ich mich
auf meine beute herab

ich hoffe man sagt mir ins ohr:
du bist an einem sicheren ort.

zwar zischt die heizung
aber ich zische lauter.

zehnmal hätte ich
beide beine verfüttert.

vielleicht bin ich ein myxomyzet
aus dem land der myxomyzeten.

und ich stolpere durch abenteuer
prozessionen von särgen

schwimme in einem pool, der ist schwarz
und bedeckt mit schwimmenden tüchern

und offenbar habe ich etwas berührt
das ich nicht sollte

und nie wieder will loslassen was sich
festgebissen hat an meinem arm und lacht.

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