champagne for gypsies

die ohren trommelfeuer
durch lauernde schatten
schau nur wie sie tanzen

großvater, traute wälder
ich sage partisanen ich
meine auf nach berlin

fanfare! dort liegen wir
auf schienen wo etwas
weniger morgen helfen

wo seiltänzer den kopf
zirkus zusammenfalten
wie ohne lange predigt
……
..
(für Daniel Kahn)

Veröffentlicht unter Max Czollek, TEXTE | 1 Kommentar

PRESSE: G13 in der Neuen Zürcher Zeitung

Im Feuilleton der NZZ ist heute ein Artikel über Literatur von Autorenkollektiven erschienen. Darin heißt es:

„Linus Westheuser und Tristan Marquardt, die am letztjährigen Open Mike, dem grossen Berliner Debütanten-Wettstreit, mit gemeinsamen Gedichten teilnahmen, erfahren, «dass der kreative Prozess genau dort anfängt, wo die innere Übereinstimmung mit dem eigenen momentanen Zustand aufhört».“

Und weiter:

„Ähnliches schwebt einem selbstbewussten jungen Berliner Kollektiv vor, der Lyrikergruppe G13. Im Herbst 2012 ist nach vierjährigem Bestehen der sich gegenseitig mentorierenden Gruppe die erste gemeinsame Anthologie entstanden («40% Paradies», luxbooks). Bei allen unterschiedlichen Begabungen der jeweils einzeln ihre Texte unterzeichnenden Autoren schreibt darin doch auch ein rhythmus- und formverliebter Kollektivautor mit. Vielleicht wird man sogar anders lesen müssen, um die postbabylonischen Texturen dieses sprachlichen Miteinanders zu erfassen.“

Den ganzen Artikel kann man HIER nachlesen.

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PUBLIKATION: Lea im Poetenladen

Seit heute ist ein weiteres G13-Mitglied auf poetenladen.de vertreten – zu finden über die Startseite des Poetenladens (die unabhängig davon immer zum stöbern und in ungeplante Richtungen weiterlesen einlädt) oder per direktem Link zu Leas Seite.

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cage macht das gegenteil

sehr verehrte damen und herren mit
diesem nudelholz rollen wir dunkel
teig aus, stechen hirsche in die nacht

licht, schatten und andere flugartikel
wir atmen kilometerweise oberfläche
auf die leinwand richtung landebahn

beschädigter mond, goldne sternlein
rufen ständig unter falschem namen
an: welcome, bienvenue, duchamp!

kürzlich waren die wälder noch klug
genug sich im museum zu verstecken
halten wir fest: in einer stunde heißt

später ist unsere neue heimat europa
packung zimtsterne, elysischer käse
zwanzig importierte sorten kartoffeln

Veröffentlicht unter Max Czollek, TEXTE | 1 Kommentar

LESUNG: G13 bei Lyrik³: „Am Unbenannten stranden“ 9.4., 20h

ly3

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[die räder stehen lassen]

die räder stehen lassen und der anderen person folgen. die macht
auf hungerkünstlerin, streichelt ihren bart wie eine verirrte katze,
eine kleine entfernung, in der sie verschwimmt. kräusel im wasser,
brausetabletten. ist es so, dass jede bewegung einen stabilen punkt
davor impliziert, oder fängt das früher an? wie der verdacht, jemand
habe die falschen untertitel eingestellt und jetzt keine lust, nochmal
zurück auf anfang zu spulen. kriegst das nicht auseinander. wie sie
lacht, wenn sie stärker ist. efeu, wie die enden durchscheinen, wie es
verwächst. isomorphie, sagt die andere person, welche form kannst
du halten? wenn ich dich anfasse, hier, und dir nicht sage, wo das ist.
die pronomen in der kniekehle, schwimm mal rüber und keins davon
kommt mit. auf die rückseite deiner haare, hinter den baustellenzaun.

Veröffentlicht unter Lea Schneider | 4 Kommentare

[atome, pfirsich]

atome, pfirsich, steinwurf zwischen schneidezähne.
ich begreif das konzept junge, du kleiner bruder,
spuckst mir zornig gegen die stirn.
 
im innern vom fruchtfleisch finden sich kerne
flacher als gras. feine adern, abgezählt fürs handgelenk.
wenn du hier drauf drückst, fester, sind wir geschwister,

und wenn wir zusammen zurückgehen ins zimmer,
hinter dem rücken das mehlige fallobst,
wasch ich dir die finger mit lauwarmer milch.
 
wir beide im dunklen, du, kleiner bruder,
fürchtest dich heute vor meinem messer,
als wäre seine klinge dir noch zu nass.
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PUBLIKATION: Tristan Marquardt, „das amortisiert sich nicht“

Ein Lyrikkollektiv rastet aus, rennt über den Platz: Tristan Marquardt veröffentlicht seinen ersten Gedichtband „das amortisiert sich nicht“! Erste Testergebnisse verweisen auf die haptische Brillianz der Publikation. Vielschichtige Gestaltung durch Andreas Töpfer (es lohnt sich das Buch zu entkleiden). Fürderhin ein Katalog mit Illustrationen. Und das alles, bevor die Lektüre der Texte beginnt.

Wer Marquardt noch nicht kennt, der sollte ihn spätestens jetzt kennen lernen. „das amortisiert sich nicht“ ist eine Zusammenstellung von Möglichkeiten, eine Sezierung unseres Sprachraums. Dabei wird etwas sichtbar und wir wundern uns, warum wir das vorher nicht gesehen haben. Es ist die Hoffnung auf diese Verwunderung, die diese Texte durchzieht. Und sie ist mit allen Wassern gewaschen: Das amortisiert sich nicht, das wuchert abseits der Gärten.

Buch 2

“das amortisiert sich nicht” ist als Band 31 der Lyrikreihe des kookbook-Verlags erschienen und kann im Buchhandel bestellt werden. Texte von Tristan finden sich vielfach auf diesem Blog. Außerdem auf der Website des Verlags.

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LESUNGEN: G13 auf der Leipziger Buchmesse

Do, 14. 03.
L3 – Lange Leipziger Lesenacht

23 Uhr, Moritzbastei, Veranstaltungstonne: Steffen Popp und Tristan Marquardt
danach: 10 Jahre kookbooks, u.a. mit Linus Westheuser und Rike Scheffler
-> das ganze Programm

Hermetisch offen
20 Uhr, Galerie ARTAe: Gemeinsame Verlagsparty von Verlagshaus J. Frank und Edition Azur, u.a. mit Max Czollek und Sascha Kokot (nur mit Einladung)

Fr, 15. 03.
Darf ich Ihnen ans Hindernis fassen?
20 Uhr, Galerie Alabama, Sir: Martina Hefter, Christiane Heidrich, Mathias Traxler, Daniela Seel, Robert Stripling und Linus Westheuser
-> das ganze Programm

Lyrikbuchhandlung, Freitagslesungen
23 Uhr 40: Tristan Marquardt und Yevgeniy Breyger
-> das ganze Programm

Sa, 16.03.
Teil der Bewegung. Lyriknacht an Musik
20 Uhr, HGB: Mit Martina Hefter, Kerstin Hensel, Simone Kornappel, Tristan Marquardt, Steffen Popp, Lars Reyer, Jan Skudlarek, Ales Steger, Charlotte Warsen und Martina Weber, Musik von Rike Scheffler
-> das ganze Programm

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Schulbuchreport G13

UPDATE: Die Berliner Zeitung berichtet über den Anlass: „Darüber hinaus beschäftigten sich fünf Mitglieder des jungen Berliner Lyrikkollektivs G13 mit einer Auswertung des Schulbuchinhalts der Jahrgangsstufe 10, den sie in einer inszenierten Zitate-Lesung präsentierten. Anscheinend ohne historischen Kontext heißt es dort zum Beispiel: „Das Genie dichtet nicht, weil es will, sondern weil es muss. So wird Dichtung zur Offenbarung.“ Keine Frage, dieses Land hat akuten Bildungsnotstand in Sachen Lyrik.“
Den ganzen Artikel kann man hier nachlesen.

Diesen Samstag, 09.03.13, 17 Uhr in der Literaturwerkstatt, Kulturbrauerei Berlin. Im Vorfeld haben wir uns Schulbücher der 10. Klasse aus verschiedenen Bundesländern angeschaut und ausgewertert. Zugang, Verhandlung und Breite der Darstellung waren Teil unserer Betrachtung, die wir heute im Rahmen des Kampagnenstart für das Zentrum für Poesie präsentieren. Ein offener Brief mit den Ergebnissen an die Kultusminister der Länder ist in Arbeit. Das Schulbuchprojekt ist nur eines von vielen Projekten im Rahmen des Kampagnenstarts, den Rest des Programms wie auch alle weiteren Teilnehmenden findet ihr hier.

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