Author Archives: Lea Schneider

(ohne titel)

draußen liefen ein paar trockene flecken unter schirmen durch die stadt fiel wieder so ein morgen vor die füße als hätte man nicht aufgepasst gab es ein drinnen, gab es trotziges licht auf dem küchentisch das radio ein mittel gegen … Weiterlesen

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von der chang’an-allee räumt jemand plastiktüten, portionsweise entscheidendes aus den garküchen im stadtzentrum in den haaren die fragen der passanten die blicke überstehen an den rändern ein schlechtes versteck für fotos sind die straßen eng genug spannt eine wäscheleine zwischen … Weiterlesen

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peking im schlaf

ich will dass gift in den wein gestreut wird und salz in die wunden und dass die kalte schulter fremde wärme sucht (yan jun) der stadtgott in den kameras hat schichwechsel, in chaoyang hält der atem an taxiständen als ob … Weiterlesen

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containern

manchmal steht das fenster offen wenn es nacht ist und november landet man am unteren ende eines zweifelsfalls, hält kurz an schaut hoch, sieht nach ob der himmel noch da ist: ein blauer fleck in der kniekehle improvisiert man sternbilder … Weiterlesen

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plagiat nr.3

„weil draußen der herbst den sommer vögelt“ (Maria Natt) ziehst dir die mütze über den abend atmest wolken in laufrichtung, wetterminiaturen, der nase nach im hausflur schlafen lakunen, vagewörter für die leerstellen im briefkasten: weiterwarten bis der sommer keine lust … Weiterlesen

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itinerar

für nele das wird schon wieder winter: die quietscheenten fliegen nach süden grasen fremdwortfelder ab november liest man im fahrplan für flaschenschiffe packt die taschen voll mit kleingeld & karten tritt sich dann wege aus den zwischenzeitzonen das macht alles … Weiterlesen

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tiantan-park

die mitte der welt verfehlt unter den bäumen daneben kein größerer unterschied als dieser abend die finger luftwurzelnd über dem selben gras im mund ein fremder soufflierter geschmack versteht sich halb ganz gleich was du könntest das einpacken es wüchse … Weiterlesen

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doppelte buchführung

kalkulation unserer summe für später verplant weiter oben am abend bescheißen tauben das denkmal unter dem sitzen wir, dunkelziffern vorm flussufer, zählen zusammen lebensreste und pläne für den abend, den fluss, die tauben fliegen später alle auf (tomsk, 11.08.11)

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interim

dann liegen wir in häfen hinter fragen hinter land vor anker wie vorm gebirge an der horizontlinie rutschen unsere augen ab im transit der sonne zur haupthitze trägt das weiter teile vom tag zusammen sollten wir uns setzen fürs & … Weiterlesen

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letztes gedicht vor der autobahn

dein klebstofflächeln zieht rein in meine nasenschleim heute morgen die käferleichen am fenster kleines fliegzeug war auch mal mehr und mal ist das schwer und mal ist schwer was los ist erklärt sich selbst bleibt bauchgeredet im kopf kommt nicht … Weiterlesen

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