LESUNG: Ilja bei Clang Cut Book

clangcutHeute, am Montag, den 17. Juni beginnt das Clang Cut Book-Festival, veranstaltet vom Kammerensemble Berlin: In Stadtreisen, Klangmassagen, Performances, Installationen und Konzerten wird von Musiker_innen und Lyriker_innen der Stadtraum erforscht. Ilja Winther wurde mit seiner Hörspiel-Performance „Maßlose Anwesenheit“ eingeladen, die in Zusammenarbeit mit der Komponistin Lisa Streich entstanden ist.

Eröffnet wird das Festival u.a. mit einer Vorstellung der beteiligten Autor_innen im Clang Cut Book Salon in der Ocelot-Buchhandlung. Es lesen: Ron Winkler, Mara Genschel, René Hamann, Florian Neuner und Ilja Winther.

Mo., 17.6.2013, 21 Uhr, Ocelot-Buchhandlung, Brunnenstraße 181 (U-Rosenthaler Platz), 5 Euro. 

Das gesamte Programm für „Clang Cut Book“ findet ihr hier.

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LESUNG/AUSSTELUNG: Tabea bei 48h Neukölln

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Vom 14.-16.6. findet dieses Wochenende die 15. Ausgabe des Festivals 48-Stunden-Neukölln statt. Mit dabei: Tabea Xenia Magyar als Teil der Ausstellung Call & Response, in der Kollaborationen von Dichter_innen & Photograph_innen gezeigt werden. Eingeplant: Spontanlesungen, Konzerte, Getränke, alles an der Pflügerstraße 15, im schönen Strahler! Ihr Kinderlein kommet!

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[so viel rückhalt]

so viel rückhalt mit einem mal
als lägen schichten von familienplanungstreffen
auf den möbellehnen freundesfreund und
freunde mit tendenz zum älterwirken
als sie es verglichen mit sich selber sind

es fällt nicht leicht die alternde
distanz dazwischen verstreichen zu lassen
das angebot bestehender freundschaften
wahrzunehmen wenn mir jemand ohrmuscheln
vorhält ohne angabe der windungszahl

jemand werbung macht für eine kunstfigur
die mir am herzen liegt aus sich heraus
dem hemd mit maritimer zuschreibung
zu uns ins zimmer kommen kann die netze
beiläufig zum letzten mal hereingeholt

jemand dem es auf der hand liegt über
anliegen wie möwen schwadronieren kann
am boden angekommen ruhiger landgang
sucht sich muscheln in geöffnetem zustand
wird ohr beim wort familienplanungstreffen

indessen die auriculae sind feuerrot
zwei kleinode aus sofatiefen fingerglied
belegt die lippen hypothekisch mit
nichtwissen draußen vorm balkon ist
von dem elterntier bereits genistet worden

eine welle rollt den kinderwunsch aus
lässt ihn liegen er versickert wir sind
alle beifang auf dem sonnendeck des
anverlebten abends oder jene die
verlässlich davon angezogen werden

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[lethargie. euphorie. rötliche…]

lethargie. euphorie. rötliche erscheinungen im vorderen bereich.
gefühle, in immer längeren bahnen. die sich der strafe
verweigern, einen trichter streicheln eine stirn. wandervogel
was habe ich da gemacht ? frühmorgen, spätabend, es regnet,
schlampige zustände. wenn wir rauskamen, haben wir immer zuerst gekuckt
wo brennt es am meisten. sterben                        tut man ja nicht mit händen.
in denen ich messer und gabel halte.
die schatten werfen ein licht auf die bühne : werden die aufmerksamkeit
und das reaktionsvermögen beeinträchtigt,
können sie auch eigenmächtig reagieren. der einzige
der nicht apathisch ist, sitzt auf einem stuhl und kämpft gegen fesseln.
bänke schieben sich durch die gegend, wie choreographiert
und mikrophone nehmen jeden laut auf als hingen sie von der decke.
jungchen, wir hatten noch keinen sex
und stolpert schon als greis über die bühne und simuliert demenz.
richter verschwinden in der lücke am ende des raums.
die stars bleiben, die untoten tanzen in den lücken, « rosemarie,
sieben jahre mein herz nach dir schrie » groovy, gemächlich,
sie können das ziemlich gut. und dann erschreckt mich
die berührung meines eigenen mantels. alte menschen
können beim applaus nicht weggehen, geht also das licht
aus, der applaus dauert dann auch länger, man muss ja kämpfen,
man muss ja              am ende rennen einzelne mit blumen.

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LESUNG: Linus, Maria und Friederike beim Poesiefestival

bildpoesiefestival

Auch dieses Jahr ist G13 bei den Poet’s Corner-Lesungen im Rahmen des Poesiefestivals Berlin dabei. Wie immer gilt fürs Poesiefestival: Man ist gezwungen sich zu entscheiden oder man hetzt und kommt überall zu spät, denn viele Veranstaltungen finden parallel statt.

Poet’s Corner Neukölln: Am Samstag, den 8. Juni ab 14 Uhr lesen Maria Natt und Linus Westheuser eigene Texte und Übersetzungen zusammen mit Shane Anderson, Odile Kennel, Sam Langer und Brigitte Oleschinski. Und zwar vor dem Kreativraum an der Galerie im Körnerpark und bei schlechtem Wetter in der Galerie im Körnerpark, Schierker Straße 8, 12051 Berlin.

Poet’s Corner Friedrichshain-Kreuzberg: Zur selben Zeit (Sa, 8.6. ab 14 Uhr) liest Friederike Scheffler  mit Saskia Fischer, Alexander Gumz, Björn Kuhligk, Risto Oikarinen und Jan Wagner im Café der Pablo-Neruda-Bibliothek, Frankfurter Allee 14a, 10247 Berlin.

Bei beiden Lesungen ist der Eintritt frei! Hier finden sich die weiteren Veranstaltungen des Poesiefestivals. Ein Muss für alle Berliner_innen!

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[das problem ist]

das problem ist, man kann leuten nicht immer träume in den arsch schieben
und hoffen, dass sie irgendwann im kopf ankommen. ich weiß, das mit der
zukunft haben sie schon wieder geändert, aber daran kann ich jetzt auch nichts
machen, es fühlt sich einfach nicht danach an. das ist wie mit dem mittwoch:
meistens sieht man ihn kommen und tut trotzdem nichts. symbolsex, ja, und
später ist man dann aus dem gröbsten raus. in fast jeder situation habe ich diese
provisorische lust, nach hause zu gehen: die abkürzung zu finden. und wenn
ich das geschafft hab, setze ich mich neben die spüle und baue ein schiff aus
krepppapier: eine garantierte titanic, vielleicht auch mehr, auf vorrat, für später.

(für olivia)

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PRESSE: G13 in der „jungen Welt“

Heute erschienen: Malte Abraham spricht mit Ilja Winther und Tristan Marquardt über G13. Rausgestrichen wurde von der Redaktion das Lob des Verfassers zu unserer Anthologie. Dringeblieben sind Fragen und Antworten zu unserer Gründung, unseren Treffen und zur „Betriebskeule“:

Wie hat sich Ihr eigenes Schreiben durch die Gruppe verändert?

Ilja Winther: Niemand kam als gemachter Autor zu G13, wir haben uns seitdem alle individuell stark entwickelt. Ich bin durch G13 ernsthaft zur Lyrik gekommen, habe vorher mehr Prosa geschrieben. Die Gruppe hat mir Mut gemacht, andere Dinge auszuprobieren. Sie ist ein Schutzraum, in dem man experimentieren kann, ohne gleich die Betriebskeule auf den Kopf zu bekommen.

Das komplette Interview gibt es hier zum Nachlesen.

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[erst die tür öffnen]

erst die tür öffnen, dann das zimmer. hin zum grundriss bist du
angelaufen, plan vor ladung, bist, wo deine schultern mustern,
d’accord. dein breites einverständnis mit dem raum, wo kommt
das her. jede ecke ein museum für wandenden, dinge, die du
erstmal stehen lässt. dauergäste, die sonderwünsche gut haben,
weil sie zahlen. du musst das in beziehung setzen. achsen im

teppich, rückkoppeln mit anerkennung. in bodennähe wird klar:
egal, was dein körper gerade ist, am seltsamsten sind immer die
knie. schiefe bewohner ihrer eigenen anwesenheit, sie halten die
stellung besetzt. stillstand, spannung, kein auge fürs ganze, kein
bewegungsmelder für innere angelegenheiten. deine anatomie
steckt tief im gebiet. da rein denk dir rutschen. wege aus dem

raum, in den sie führen. lücken, fass zu, dreh dich einmal um
und du bist du. das lässt sich nicht aufzeichnen, nur ausfüllen.
ohne gewähr für rahmenbedingungen: sobald keiner hinschaut,
wird es gefährlich. dann nagt eine suchfunktion an den kanten,
klappt die wände auf, bis sie stichfest sind: form als beweis. und
deine faustgroße entscheidung, ob es sich oder du dich so verhälst.

Veröffentlicht unter Lea Schneider, Tristan Marquardt | 4 Kommentare

LESUNG: Lea bei „24 Stunden Buch“

Am 31.05 – 01.06. findet in Berlin zum ersten Mal das Lesefestival „24 Stunden Buch“ statt: Von 12 Uhr bis 12 Uhr gibt es Lesungen und andere literarische Events in Buchhandlungen und auch weniger gewöhnlichen Leseorten, zwischen denen ein festivaleigener Bustransfer besteht – wer möchte und ausdauernd genug ist, kann sich also tatsächlich 24 Stunden lang von Lesung zu Lesung bewegen.

Für G13 ist Lea Schneider mit dabei, und zwar in einer gemeinsamen Lesung mit Björn Kuhligk, Marion Poschmann, Monika Rinck und Jan Wagner am 31.05. um 20 Uhr in der Georg-Büchner-Buchhandlung am Kollwitzplatz (Wörther Straße 16). Für Ambitionierte kostet der Festivalpass 10€ (ermäßigt 6€), wer nur zu einer Einzelveranstaltung kommen möchte, zahlt 5€ (ermäßigt 4€).

Kommt vorbei, wir freuen uns!

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ohne titel für charlotte warsen

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