Category Archives: TEXTE

grundriss

dass ich ein zimmer nur für mich bekam war nicht gesagt jetzt steht es geschrieben meine mitbewohner lesen wenig sie kennen sich seit langem kommen miteinander aus geht es um die haushaltskasse können sie auch lauter werden mein fenster liegt … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alexander Makowka | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

lamed-waw zadikim

unter brücken sammeln sich die toten errichten ein lager aus zeitungen lehne ich an einer bar die jede zweite stunde zinslos kredite vergibt um den schlaf gebracht suche ich ein sternbild mit vergoldetem finger eine nacht die gestützt von sechsunddreißig … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Max Czollek, TEXTE | 1 Kommentar

(er)mächtig(end)es träumen

her mit den blauen augen wege werfen mit kippenden reissäcken bis ans andere ende der welt tanzen menschen atmen wie luft flügel blühen lassen zu papier bringen mein möglichstes statt dieser kleinen ichkeiten (er)mächtig(end)es träumen

Veröffentlicht unter Helene Könau | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

im dunklen park laufen jetzt die äste da wo mal der kopf war sind sie lang genug durch den beton gewachsen brechen in den winter nun und finden sich fußspuren im nicht mehr flüssigen licht der laterne darunter

Veröffentlicht unter Helene Könau | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

aber dann

weißt du noch früher da hatten menschen angst vor dunklen ecken weil plötzlich was passieren konnte. weißt du noch weißt du? wer wird denn heute noch weise. wer will denn sowas noch fragst du. berge aus staub auf denen die … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Helene Könau | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

geifer.blickte.gleiß.

in der regel kann man nachstellen, was verkehr in der abendsonne tut, lavierend, arg. ein betender greift auf knien nach den werbeflächen am supermarkt. gemüse rollt über den spielplatz und wird zertreten, obwohl der rote ball abseits liegt. will ich … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ilja Winther | Verschlagwortet mit | 4 Kommentare

Poetologieversuch (2009)

Lyrik als Nassmacherin Lyrik ist ein Sprachraum und Sprache gliedert unsere Weltwahrnehmung. Wir gebrauchen sie oft auf zwei Arten unachtsam. Einerseits, als gäbe es auch viele andere mögliche Varianten, einen Zustand auszudrücken – als hätten wir die Wort-wahl, seien freie … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Helene Könau | Verschlagwortet mit | 4 Kommentare

[bedürfnisse wie schalentiere]

bedürfnisse wie schalentiere, eingefaltet, verwachsen, ein stück von dir überwintert im schuhschrank. kommt nur raus, wenn du haut zeigst. dinge anziehst, die du auch magst. ganz ohne fazit. dass der tag nicht mehr blökt. denn was hast du getan. für … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Friederike Scheffler | Verschlagwortet mit | 7 Kommentare

whitney houston

dann begeht die melodie unter bergen aus decke eine bilderlose kammer schreiben deine freunde von felsen denen nachts beine wachsen in island schippt ein wind schnee dessen leuchten birgt eine undimmbare größe inmitten der 49 hölzer flößt geröll deine bänder … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Max Czollek | Verschlagwortet mit | 3 Kommentare

im mai

ein kreideumriss, kieselsteine. guck, so lag ich. gleich beim wasser. glieder, licht. man siehts auf den fotos. wo die hunde. was willst du von mir, ohne richtung. so fällt schnee ins tal. trugschlüsse von weiter oben. angehalten. vor der aussicht, … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Friederike Scheffler | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare