münchen-schwabing im frühjahr 2011 z.b, die augen zu, das
gelände abtasten. zu wenig wissen übers triebtier, instinktiv
innenleben, im visier. das interieur ausleuchten. erhöh die
pixelzahl, schraub das tempo runter, schau genau hin. was
da durchblitzt: ist das der takt des tags, nur noch folge von
räumen, das raffer, sichtlich in serie gegangen. nimm maß.
hinten links, ist das der motor, innerer schweinehund, spul
noch mal. das gerät hat so seine macken. dein kollege lacht.
macht dir beine, du musst gehn. dann überm gang, bedächtig,
hängt kaffegeruch aus einer halb geöffneten tür, „die wir uns
als durchgang dachten“, hatte wer noch mal gesagt, kein plan,
„einfach hier geradeaus und dann rechts“. kein geländer für
instinktdinge, hing zum hals raus. zeig her die zunge. sagte
dein gefühl anderes, benutzte andere worte z.b., hörte andere
stimmen. prekäres gebiet, fremde distinktion. „sie befinden
sich hier mitten auf dem marienplatz“, „kein durchkommen
mehr“, „bayrischer wald, unweit des schwabinger dschungels
– aber so unweit auch wieder nicht“. danke, das reicht. gehört
anderen sichtweisen an, oder -weiten, oder was genau, wirst
da nicht schlau draus. was triebtier. nein, -ding. nur dringlicher.